Umwelt
| NATUR UND UMWELT | LOKALE AGENDA 21 | D*A*CH | UMWELTERKLÄRUNG 2001 DER GEMEINDEVERWALTUNG | UMWELTLEITBILD DER GEMEINDE |
NATUR UND UMWELT
Langenargen engagiert sich seit Jahren im Umweltbereich und für die Pflege und den Erhalt von Natur und Kulturlandschaft. Dank vielfältiger Maßnahmen bietet der Erholungsort seinen Gästen ein verkehrsberuhigtes „Städtle“, viel Grün, weite Streuobstwiesen, intakte Flusslandschaften, Naturschutzgebiete und Biotope.
LOKALE AGENDA 21
|
|
Seit 1993 ist die Gemeinde Mitglied im Klima-Bündnis/Allianza del Clima e.V. Diese Mitgliedschaft und die Beschlüsse bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro haben dazu beigetragen, dass es seit 1997 in Langenargen eine Lokale Agenda 21 gibt. Zur Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen wurde ein Bürgerforum gegründet. Das Forum beschäftigt sich in unregelmäßigen Abständen mit verschiedenen Handlungsfeldern des Umweltbereichs. So hat die Projektarbeitsgruppe Wanderwege und Naturlehrpfade zur Verwirklichung des Argenpfades beigetragen. Bürgerinnen und Bürger haben die Inhalte von insgesamt zehn Informationstafeln erarbeitet. Mit den Tafeln werden die Besucherinnen und Besucher durch das Naturschutzgebiet an der Argen geführt und über die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt informiert. |
Die Projektarbeitsgruppe Radverkehrs-Infrastruktur hat sich mit der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für Radfahrer auseinander gesetzt. Eine durchgängige und gut erkennbare Beschilderung der Radwegverbindungen wurde eingerichtet. Außerdem konnte eine zusätzliche Radverbindung nördlich der Bahnlinie und die Einrichtung von weiteren Fahrradabstellplätzen ermöglicht werden.
Im Handlungsfeld Klima und Energie wurde ein Förderprogramm zum Energiesparen auf den Weg gebracht. Insbesondere der Einbau von Sonnenkollektoren wurde in den vergangenen Jahren gefördert. Außerdem haben verschiedene Veranstaltungen zum Klimaschutz und zum Energieeinsparen stattgefunden. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang die konzertierte Klimaschutzaktion des Bodenseekreises, in der über Maßnahmen zum Energieverbrauch und zur Wärmedämmung informiert und günstige Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden.
< Download Förderrichtlinie Klimaschutz (pdf, 342KB) >
< Download Förderantrag Klimaschutz (pdf, 293 KB )>
Auch die Vermarktung von regional erzeugten Lebensmitteln ist ein wichtiges Anliegen der Agenda 21. Der Individualverkehr auf unseren Straßen, der Transport von Gütern und auch von Lebensmitteln, oftmals von Kontinent zu Kontinent, trägt zur CO2-Belastung unserer Umwelt bei. Die Vergrößerung des Ozonlochs ist eine Folge dieser Entwicklung. Mit der Unterstützung der Vermarktung der regional erzeugten Lebensmittel, kann ein Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. Die Agenda-Aktiven haben hierzu einen Einkaufsführer erarbeitet, in dem dargestellt ist, welche regional erzeugten Produkte, wo erworben werden können. Der Einkaufsführer wird regelmäßig aktualisiert.
< Download Flyer „Regional erzeugte Lebensmittel“ (pdf, 32KB) >
Auch die Grund- und Hauptschule und die Kindergärten werden bei der Agenda mit einbezogen. Das Projekt „Zur Schule und den Kindergärten ohne Auto“ hatte die Verringerung des Verkehrsaufkommens im Bereich der Schule und den Kindergärten zum Ziel. Verringert werden sollte der hausgemachte Kfz-Verkehr von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und zu den Kindergärten bringen und wieder abholen. Das Thema wurde in der Schule und in den Kindergärten als Projektarbeit behandelt. Am Aktionstag wurde mit den Kindern der Schulweg eingeübt, es wurden Gehgemeinschaften gebildet und die Schüler wurden von den Lehrern und von den Eltern auf dem Nachhauseweg begleitet. Der Elternbeirat hatte an den Wegstrecken für Überraschungen gesorgt. Die Maßnahme wurde von der Presse begleitet und hat Eltern und Kinder für diesen Themenbereich sensibel gemacht.
D*A*CH
|
|
KOOPERATIVES UMWELTMANAGEMENT IN DER BODENSEEREGION D*A*CH ist ein Umweltprojekt im Drei-Länder-Eck (Österreich, Deutschland, Schweiz), das in sechs Gemeinden das Instrument für abgestimmte und auf gemeinsame Ziele hin orientierte Umweltaktivitäten geschaffen hat. Das Projekt hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in der Gemeinde ein Umwelt-Management-System eingeführt werden konnte. Die Finanzierung des Projekts, das von Juni 1999 bis März 2001 lief, wurde durch Fördermittel des INTERREG II Programms, sowie durch Beiträge der Gemeinden, Länder und der Bundesebene gesichert. Außerdem wurden im Rahmen dieses Projekts das Umweltleitbild der Gemeinde erarbeitet. |
UMWELTERKLÄRUNG 2001 DER GEMEINDEVERWALTUNG LANGENARGEN
RÜCKBLICK Am 11. April 2001 wurde die Gemeindeverwaltung Langenargen als ein nach der Öko-Audit-Verordnung geprüfter Betrieb mit allen von ihr betriebenen Einrichtungen in das Standortregister der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben eingetragen. Die Gemeinde Langenargen ist in der Region Bodensee-Oberschwaben die erste Gemeinde, die sich der Umweltbetriebsprüfung mit allen von ihr betriebenen Einrichtungen unterzogen hat.
Die Gemeinde hat damit deutlich gemacht, dass sich nicht nur umweltgerechtes Handeln einfordert, sondern in den eigenen Einrichtungen praktiziert. Und nicht zuletzt führt ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt insbesondere beim Energieverbrauch zu Kosteneinsparungen.
Der Zertifizierung vorausgegangen waren eine umfangreiche Umweltprüfung in allen Bereichen und Einrichtungen der Verwaltung (Rathaus, Bauhof, Schulen, Kindergärten, Feuerwehr, Friedhof, Pumpwerke, Kavalierhaus, Münzhof mit Bücherei, öffentliche Toiletten, Seniorenbegegnungsstätte, Stellwerk, Strandbad, Straßenbeleuchtung, TKM, Uferanlagen, Uferfest und Wochenmarkt), in der alle umweltrelevanten Tätigkeiten, Verbrauchsmengen an Gas, Strom, Wasser, Öl, Müll, Benzin, Ausstoß an Abgasen, Einhaltung der Umweltvorschriften und des weiteren mehr, erfasst wurden. Im Rahmen der Prüfung wurden auch alle umweltrelevanten Tätigkeiten ermittelt. Ein Umwelt-Management-System wurde eingerichtet und ein Umwelt-Management-Handbuch erstellt. Geklärt wurde auch, welche Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen zu treffen waren, um das Ziel des Öko-Audits, eine stetige Verbesserung des Umweltschutzes in allen Bereichen der Verwaltung und letztlich eine Validierung durch einen unabhängigen Prüfer zu erreichen. Es wurden Ziele formuliert und ein Maßnahmenplan erstellt.
Mit Hilfe dieses Maßnahmenplans wurde dann ein Arbeits- und Auditplan aufgestellt, mit dem die Gemeindeverwaltung Langenargen hofft, die Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeit zu minimieren.
< Download ausführliche Umwelterklärung (pdf, 548KB) >
Im November 2000 führte schließlich ein unabhängiger externer Umweltgutachter die abschließende mehrtägige Umweltbetriebsprüfung durch. Aufgrund des positiven Ergebnisses dieser Prüfung, konnte daraufhin bei der IHK Bodensee-Oberschwaben die Standortregistrierung beantragt werden.
GRUNDSÄTZLICHES Das Öko-Audit ist auch ein Baustein für die Lokale Agenda 21, um den Umweltschutz auf kommunaler Ebene zu fördern und selbst nachhaltig zu wirtschaften. Die Verwaltung wird dieses Ziel in den nächsten Jahren weiterverfolgen und sich deshalb regelmäßig auf den Prüfstand stellen, um das Umweltbewusstsein fest im Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verankern.
Grundlage für diese ökologische Grundausrichtung der Gemeindeverwaltung ist das vom Gemeinderat am 13.11.2000 beschlossene Umweltleitbild, das im Anhang abgedruckt ist.
UMWELTERKLÄRUNG – VEREINFACHTE UMWELTERKLÄRUNG Die Umwelterklärung ist eine an die Öffentlichkeit gerichtete und in knapper, verständlicher Form geschriebene Information, durch die die Umweltsituation, die Umweltschutzleistungen der Verwaltung und die Ergebnisse der Umweltprüfung bzw. Umweltbetriebsprüfungen beschrieben werden.
Die vereinfachte Umwelterklärung 2004 der Gemeindeverwaltung liegt für das Jahr 2003 vor.
WIR SIND OFFEN ZUM DIALOG Mit der vereinfachten Umwelterklärung wollen wir die Bürgerschaft in Langenargen und die interessierte Öffentlichkeit über den Umweltschutz in unserer Gemeinde informieren und Vertrauen für unsere Tätigkeiten schaffen. Deshalb geben wir diese Umwelterklärung für die Veröffentlichung frei. Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zu dieser Umwelterklärung haben, sind wir zu einem offenen Dialog gerne bereit. Bitte wenden Sie sich dazu an:
Bürgermeisteramt Langenargen – Hauptamt
Umwelt-Management-Beauftragte
Sandra Geißelhart, Obere Seestraße 1, 88085 Langenargen
Tel. 07543/9330-44
Fax 07543/933055-44
E-Mail: < geisselhart@langenargen.de >
UMWELTLEITBILD DER GEMEINDEVERWALTUNG
Wir Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Langenargen setzen uns im Rahmen der Lokalen Agenda 21 folgendes Umweltleitbild:
HANDLUNGSFELD WOHNEN, SIEDLUNG Ökologische Siedlungsplanung bedeutet für uns, mit Flächen haushälterisch und sparsam umzugehen, vielfältig nutzbare Gebäudestrukturen zu fördern und die Bauleitplanung vorrangig an Energiesparkriterien auszurichten.
HANDLUNGSFELD WIRTSCHAFT Wir wenden in allen Bereichen der Wirtschaft innovative und ökologische Verfahren an, die langfristig Arbeitsplätze sichern und schaffen.
Wir streben an, den Tourismus als maßgeblichen Erwerbszweig umweltverträglich zu gestalten und weiterzuentwickeln. Unsere Kultur- und Erholungslandschaft soll durch eine standortgerechte und zukunftsfähige Landbewirtschaftung als Erwerbsgrundlage gepflegt und erhalten werden.
HANDLUNGSFELD VERKEHR Wir verringern die negativen Auswirkungen unserer persönlichen Mobilität und unterstützen öffentliche Verkehrsmittel und das Radfahren. Straßen und Wege legen wir bedarfsgerecht und bodenschonend an.
HANDLUNGSFELD BILDUNG, KULTUR, FREIZEIT Wir wollen die Umweltbildung verstärken und hierbei auch Vereine und Organisationen einbinden. Kultur- und Freizeitangebote am Ort sollen gefördert werden.HANDLUNGSFELD NATUR Wir erhalten, pflegen und entwickeln unsere attraktive und ökologisch wertvolle Landschaft.
HANDLUNGSFELD GESELLSCHAFT, SOZIALES Wir fordern die Bereitschaft von Bürgern, sich für gemeinschaftliche Belange einzusetzen. Bestehende Einrichtungen entwickeln wir unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten weiter.
REGIONALE ZUSAMMENARBEIT Durch eine regionale Zusammenarbeit besonders mit den Nachbargemeinden, vermeiden wir Mehrfachbelastungen und können größere Aufgaben bewältigen.
< Download vereinfachte Umwelterklärung (pdf, 28KB) >
Institut für Seenforschung Langenargen

