Kavalierhaus-Stipendium

Die Gemeinde Langenargen am Bodensee hat schon früher Künstler angezogen und inspiriert. Mit der Gemeinde lassen sich Namen verbinden wie Hans Purrmann (1880-1966), Franz Anton Maulbertsch (1724–1796), Andreas Brugger (1737-1812) und der Reformator Urbanus Rhegius (1489-1541). Auch Karl Caspar und seine Frau Maria Caspar-Filser, Berthold Müller-Oerlinghausen, Hilde Broer, Julius Herburger, André Ficus und Jan Balet waren hier Gast oder verbrachten einen Teil ihres Lebens im Umkreis von Langenargen.
Seit 1997 bietet Langenargen Künstlerinnen und Künstlern der Sparte Bildende Kunst Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten im direkt am Bodensee gelegenen denkmalgeschützten Kavalierhaus (Baujahr 1866) in Langenargen.

Kavalierhaus-Stipendiaten seit 1997 (31 KB)

39. Stipendiat der Gemeinde Langenargen ist im Kavalierhaus eingezogen

Als 39. Stipendiat der Gemeinde Langenargen ist der Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert Anfang April für drei Monate in das Kavalierhaus eingezogen. Ihre Zeit in Langenargen haben alle seine Vorgänger genossen und jeder ist auf seine Art auf die Umgebung eingegangen. Doch noch keiner hat sich von Anfang an so hellauf begeistert gezeigt, dass er genau am richtigen Ort gelandet ist.

Ende April hat sich Kurt Laurenz Theinert im Rathaus der Presse vorgestellt. Eine traumhafte Situation sei es für ihn, im Kavalierhaus quasi vom Fenster aus den Dingen nachzuspüren, die ihn seit Langem beschäftigen: Dem Licht und dem Wasser, der Flüchtigkeit und der Veränderung. Natürlich habe er schon Ideen mitgebracht und doch würden ihm vor Ort wieder ganz andere Dinge einfallen, wenn er das Kommen und Gehen der Wellen, der Touristen oder auch der Gärtner beobachte.

Schon als Schüler hatte den 1963 in Hannover Geborenen die Fotografie interessiert, doch ganz bewusst habe er nicht Fotografie, sondern Produktdesign studiert. Acht Jahre habe er als Diplomdesigner und parallel dazu immer schon künstlerisch gearbeitet, bis er im Jahre 2000 den Sprung zum freien Künstler wagte: "Meine beste Entscheidung". Denn seine Fotografie hatte er immer weiter entmaterialisiert- er wolle seine Wirkung ohne ein sichtbares Objekt erzielen. Die angestrebte abstrakreduzierte Ästhetik ließ ihn zum Lichtkünstler werden: "Ich verwende das Licht für meinen künstlerischen Ausdruck".

Bewegte Zustände

Seine medialen Lichträume, seine Experimente mit seinem "visual piano", das Musik in Licht überträgt, werden auf der ganzen Welt gezeigt- als Kontinent fehle ihm nur noch die Arktis. Was für Gedanken kommen ihm in Langenargen, wo findet er seine Inspirationen? "Es ist toll, direkt am Wasser zu sein". Hier untersucht er mit Kamera und Video die Wellenbewegungen, die Reflexe auf dem Wasser, den Wassernebel, die Farbveränderungen auf dem See, überhaupt bewegte Zustände. Dafür gehe er am see entlang: "Gut vorbereitet, aber ohne genaue Vorstellungen, offen für postive Überraschungen." Schifffahrten hätten zwar keine neue Erkenntnis gebracht, aber Spaß gemacht.

Nach Plänen für die Ausstellung gefragt, sprudelt er nur so vor Ideen, wobei er bei manchen noch an der technischen Umsetzbarkeit zweifelt. In einer Bilderreihe will er die Farbveränderung des Sees abstrahieren, Wasserreflexionen will er als Acrylspiegel fräsen lassen, auf Videos will er Bewegung und Klang einfangen. Und da ist die Frage im Hinterkopf, ob man nicht bewegtes Licht auf einen Wasservorhang, auf aufsteigenden Wasserdampf projizieren könnte....

Öffnungszeiten der Ausstellung:
24. Juni bis 1. Juli 2018 jeweils 14 bis 16 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung 0179/3985040.

Einladung Ausstellungseröffnung und Austellung (1,6 MB)

Plakat Ausstellung (609 KB)

 

Kontakt

Kavalierhaus Stipendium

Carolin Kramer

Sachbearbeiterin

Bild des persönlichen Kontakts  Kramer
Fon +49 (0)7543 / 9330 - 48
Fax +49 (0)7543 / 9330 - 5548
Gebäude: Zollhaus / Touristinfo
Raum: Erdgeschoss
Aufgaben:

Münzhof-Programm, Kavalierhaus-Stipendium, Kunstpark am See

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